Peter Ripota Schwarze Löcher

Die Allgemeine Relativitätstheorie kann nicht einmal die Anziehungskraft zweier normaler Körper berechnen, was erst 1960 entdeckt wurde. Dafür wurde sie bekannt durch Fantasiegebilde wie Schwarze Löcher. Sie eignen sich vorzüglich für Sciencefiction-Erzählungen und -Filme. Aber, entgegen den Behauptungen der Fachblätter und Tageszeitungen: Es wurde noch nie ein Schwarzes Loch entdeckt.

Schwarzes Loch

Zwiddeldum und Zwiddeldei aus "Alice im Wunderland" vor einem Schwarzen Loch.So fantastisch wie diese viktorianische Erzählung sind auch die ebenso fanatsievollen (und irrealen Gebilde) namens "Schwarze Löcher".

 

Zwar gibt es supermassive Körper, z.B. Neutronensterne. Doch so ein abstruses Gebilde wie ein Schwarzes Loch kann es gar nicht geben. Seine Eigenschaften sind so paradox, widersprüchlich, aller Vernunft (und Physik) widersprechend, dass wirklich nur eingefleischte SF-Fans an sie glauben. Hier einige dieser Seltsamkeiten, wie sie sich aus Einsteins Formeln ergeben (und von den Fachleuten tatsächlich geglaubt werden):

- Trotz ihrer gigantischen Masse haben Schwarze Löcher keinerlei feste Bestandteile. Die in ihnen vorhandene oder von ihnen verschlungene Materie liegt aber auch nicht als Energie vor. Schwarze Löcher sind also weder Materie noch Energie. Was dann?

- Ab einer bestimmten Entfernung vom Zentrum des Schwarzen Lochs treten höchst seltsame Effekte ein. Diese Grenze wird als Horizont bezeichnet. Sie existiert aber nicht, weder als Materie, noch als Energie, noch als Überlagerung von Kräften.

- Bei Annäherung an ein Schwarzes Loch wird ein Gegenstand unendlich heiß - genau im Horizont. Dafür gibt es aber keinerlei physikalische Ursache.

- Innerhalb des Horizonts wirkt die Fliehkraft umgekehrt - kreisende Gegenstände werden nach innen geschleudert.

Usw.

Und was sagte der Meister selbst zu seinen seltsamen Geschöpfen? Im Jahre 1939 beschäftigte er sich mathematisch mit der Bewegung von Sternen in einem Kugelsternhaufen. Dabei kam er zu dem Schluss:

Das wesentliche Ergebnis dieser Untersuchung ist ein klares Verständnis dafür, warum die "Schwarzschild-Singularitäten" (ursprünglicher Name für "Schwarze Löcher") in der physikalischen Realität nicht existieren.

Der Grund: Materie kann nicht beliebig zusammen gepresst werden, sonst würden Materieteilchen mit Lichtgeschwindigkeit durch die Gegend fliegen. So ist es nun mal: Wenn der Meister etwas wirklich Vernünftiges zu sagen hat, hört die Welt nicht auf ihn.

 

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