Was die Gelehrten dazu sagen

Also wie ist das nun wirklich mit der Raumstauchung alias Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion? Nach ein bisschen Recherche im Internet ergibt sich ein klares Bild, nämlich:
(1) Die Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist real, kann aber nicht gemessen werden.
(2) Die Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist fiktiv, kann aber unter Umständen gemessen werden.
(3) Die Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion kann niemals gemessen werden, weil uns eine g√ľtige Natur davor bewahrt, Einstein zu widerlegen.
(4) Die Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion geschieht um den Faktor "gamma" (= Wurzel aus 1 - (v/c)²).
(5) Der Faktor der Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist größer als gamma.
(6) Der Faktor der Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist kleiner als gamma.
(7) Der Faktor der Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist gleich 1.
(8) Der Faktor der Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist mal kleiner, mal gr√∂√üer, mal gleich, mal √ľberhaupt nicht gleich gamma. Es h√§ngt vom Standpunkt ab.
(9) Ein Experiment stellte fest: Es gibt keine Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion.
(10) Eine Neu-Interpretation des gleichen Experiments stellte fest: Es gibt sehr wohl eine Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion, vorausgesetzt, die Atome des Maßstabs verbiegen sich elliptisch.
Usw. Alle Erkenntnisse stammen aus der Fachliteratur, auf die ich im Einzelnen nur sporadisch eingehen möchte. Verwirrt? Wie sagte doch die Schwarze Königin zu Alice im Wunderland:
"Du magst das Unsinn nennen" sagte die Schwarze Königin. "Aber ich habe schon Unsinn gehört, dagegen ist das so logisch wie das Einmaleins."
Konkret:
Es begann mit James Terrell vom Los Alamos Scientific Laboratory, der bereits 1959 zeigte, dass sich ein Meterstab bei hohen Geschwindigkeiten nicht verk√ľrzt, nur scheinbar verdreht. Die Lorentzkontraktion bleibt unsichtbar.
Stimmt nicht, behauptete C. W. Sherwin von der Universität von Illinois in Urbana 1961: Die Lorentzkontraktion ist sichtbar.
Delbert Larson dagegen, ein Designer f√ľr den "Superconducting Supercollider", interpretiert das Experiment von Sherwin dahingehend, dass eine Lorentzkontraktion nicht sichtbar ist, ja nicht einmal existiert (Es sind die gleichen Daten!).
Ganz anders Hsiao-Bai Ai vom Institut f√ľr Kernforschung in Shanghai: Der direkte Nachweis der Lorentzkontraktion ist m√∂glich (so der Titel seines Artikels).
Unsinn, meint A. Gamba 1966: Niemand wird je die Lorentzkontraktion beobachten.
Quatsch, meint Robert D. Klauber von der Universit√§t in Fairfield, Iowa. Nat√ľrlich kann man sie sehen, aber nicht messen (oder war es umgekehrt?). Allerdings: Das Ausma√ü der Lorentzkontraktion ist anh√§ngig vom Standpunkt des Betrachters. Je nachdem, wo der Beobachter steht, sieht er den Meterstab k√ľrzer, gleich lang oder l√§nger. Es h√§ngt au√üerdem davon ab, wie die Uhren synchronisiert werden, auch das ist ziemlich willk√ľrlich.
Stellen Sie sich diese Situation mal anschaulich vor. Sie hocken ganz friedlich am Tresen Ihrer Lieblingsbar, und pl√∂tzlich kommt so ein Kerl daher und macht Stunk. Er provoziert Sie, wie auch immer. Doch Sie lassen sich nicht einsch√ľchtern und behaupten k√ľhn, Sie k√∂nnten ihn mit dem kleinen Finger Ihrer linken Hand in die Luft heben. Er lacht sich kaputt, aber sie sagen, Sie m√ľssten nur "den Standpunkt wechseln". Sie gehen also ein halbes Mal um ihn herum, setzen sich noch eine Brille auf (m√∂glichst eine in rosa) - und schwupp, schon ist der Kerl so leicht, dass Sie ihn ohne weiteres mit dem kleinen Finger hochheben k√∂nnen. Ein Wunder? Aber nein: Relativit√§tstheorie!
Zum Abschluss das Zitat des Jahrhunderts, diesmal von den eher unbekannten Physikern Bernhard Rothenstein und Ioan Damian von der Politehnica Universität in Rumänien:
"Die Realit√§t der Lorentzkontraktion ist das Ergebnis der Tatsache, dass die Natur uns vor Ergebnissen sch√ľtzt, die das heilige Prinzip der Relativit√§t verletzen."
Um das zu begreifen, hilft am besten noch ein Zitat aus Alice im Wunderland:
Alice: "Etwas Unm√∂gliches kann man nicht glauben." Darauf die Wei√üe K√∂nigin: "In deinem Alter habe ich t√§glich eine halbe Stunde darauf verwendet. Zuzeiten habe ich vor dem Fr√ľhst√ľck bereits bis zu sechs unm√∂gliche Dinge geglaubt."
Tun Sie's ihr nach, dann begreifen Sie's. Vielleicht. Wenn nicht, dann lesen Sie Harry Potter. Oder schauen sich die Erklärung des bayerischen Kabarettisten Andreas Giebel an, wie er die Thesen seines Opas zur Relativitätstheore anschaulich erklärt: Andreas Giebel
Klicken Sie auf das Bild rechts, dann erscheint ein kleiner Film im divx-Format!

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